In diesem Praxisseminar geht es um mehr als nur Theorie: Wir fragen, wie sich Diversität im städtischen Alltag zeigt, welche Herausforderungen und Chancen sie mit sich bringt – und welche Rolle Du dabei spielen kannst.
Es geht um die Frage, wie wir in einer Stadtgesellschaft leben, in der Menschen unterschiedlichster Herkunft, Identität, Lebensweise und Erfahrung aufeinandertreffen. Wir setzen uns mit den Chancen und Herausforderungen einer diversen Stadt auseinander – theoretisch fundiert und praktisch erlebbar.
Was bedeutet Diversität im urbanen Kontext für Dich? Denn: Perspektivvielfalt entsteht durch Deine Wahrnehmung. Welche Formen von Vielfalt nimmst Du im Alltag wahr – und welche bleiben oft unsichtbar? Was hat Dein Blick auf Diversität mit Themen wie Klassismus, Gentrifizierung oder Mobilität zu tun?
Welche Rolle spielen die Lebenswissenschaften für unsere Gesellschaft, für die Weltanschauung, für die Auffassung von Religion oder Natur? – Diese interdisziplinäre Vorlesung mit Übungen und Diskussion zielt auf Studierende aller Fakultäten, die mehr über die Grundlagen und Hintergründe aktueller biologischer Theorien und über deren Bedeutung für die Gesellschaft wissen möchten. Wir beginnen mit einer Einführung in Grundlagen der Wissenschaftsphilosophie der Biologie und deren Perspektiven (Mechanismus & Teleologie). Dann werden die Wurzeln und Elemente wichtiger Biotheorien, insbesondere aus der Evolutionsforschung, Molekulargenetik, Ökologie und Primatologie, vorgestellt. Deren Einfluss und Bedeutung für die Gesellschaft sowie die Kritik daran wird anhand von Beispielen intensiv diskutiert.- Nicht nur Studierende der Natur-, Technik-, Geistes- und Sozialwissenschaften, sondern alle an diesen Themen Interessierte sind herzlich willkommen!
Die zunehmende Technisierung und Digitalisierung aller gesellschaftlichen Bereiche wirft Fragen nach den Ursachen und Folgen dieser Prozesse, aber auch nach deren Gestaltbarkeit auf. Im Mittelpunkt des Seminars stehen daher die Wechselwirkungen zwischen technologischen Innovationen und gesellschaftlichen Strukturen. Die immer stärkere Verflechtung zwischen Mensch und Technik kann nur durch deren gemeinsame Beachtung, also einer soziotechnischen Perspektive, umfangreich nachvollzogen werden. Aus dieser Perspektive betrachten wir wie Innovationen entstehen, wie sie sich in der Gesellschaft verbreiten, und wie Mensch und Technik vertrauensbasiert zusammenwirken können.
Darauf aufbauend werden drei zentrale Aspekte einer zunehmenden Technisierung und Digitalisierung betrachtet. Erstens wird die zunehmende Erzeugung, Ansammlung sowie Verarbeitung von großen Datenmengen (BigData) im Rahmen einer gesteigerten Nutzung digitaler Dienste untersucht. Zweitens werden auf großen Datenmengen trainierte Algorithmen und damit ermöglichte Funktionen einer Künstlichen Intelligenz (KI) hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Implikationen untersucht. Dabei steht die veränderte Rollen- und Aufgabenverteilung zwischen Mensch und Technik im Vordergrund. Drittens werden die Möglichkeiten virtueller Welten in verschiedensten Anwendungsbereichen betrachtet. Eine der zentralen Technologien ist dabei die Extended Reality (XR, als Oberbegriff für VR, AR, MR) und die Entwicklung des (Industrial) Metaverse.
Abschließend werden Konzepte der soziotechnischen Transformation sowie der nutzerzentrierten Gestaltung von Innovationen bearbeitet, die potenzielle Gestaltungsmöglichkeiten zum Beispiel für die Digitale Transformation, Energiewende, Verkehrswende (Elektromobilität) oder nachhaltigen Handlungsweisen aufzeigen.
Städte stehen durch den Klimawandel vor großen Herausforderungen: Hitzeinseln, Starkregenereignisse und zunehmende Versiegelung erfordern innovative und resiliente Anpassungsstrategien. Gleichzeitig ist eine aktive Stadtgesellschaft gefragt, um nachhaltige Lösungen mitzugestalten.
In diesem Seminar verbinden wir wissenschaftliche Grundlagen mit praktischem sozialem Engagement. Die Studierenden lernen, wie bottom-up Stadtentwicklung funktioniert, wie sie selbst wirksam werden können, geeignete Kooperationspartner:innen finden und Fördermöglichkeiten erschließen können
“From the field to the journal. Analysing and presenting ethnographic research material”, Workshop for doctoral researchers with Kristin Surak (LSE, London). For further information, please contact Dr. Anna Spiegel at grk2951@uni-bielefeld.de.
Um sicherzustellen, dass unsere Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme dauerhaft bestehen und auch für zukünftige Generationen lebenswert sind, müssen sie nachhaltig gestaltet werden. Nachhaltige Entwicklung wird dabei mit einer ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension betrachtet. Oftmals sind Entwicklungen jedoch einseitig nachhaltig, was bedeutet, dass sie auf Kosten der anderen Dimensionen gehen. Es erfordert somit eine integrative Betrachtung, um Synergien zwischen diesen Dimensionen zu nutzen und Trade-Offs zu vermeiden.
Innovationen gelten dabei als Schlüssel, um diesen Ansatz zu verwirklichen: Über neue Technologien, Geschäftsmodelle und veränderte soziale Handlungspraktiken (soziale Innovationen) ermöglichen sie eine ganzheitlich nachhaltige Entwicklung. Dies bedeutet beispielsweise, dass Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ressourceneffizienter handeln, nachhaltige Kreisläufe in Produktions- und Konsumketten etablieren oder nicht nachhaltige Verhaltensmuster anpassen.
Die gemeinsame Betrachtung von Nachhaltigkeits- und Innovationsforschung ist für eine zukunftsfähige Gestaltung unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens daher unabdingbar. Dieses Seminar wurde von Dozenten mit Kompetenzen in beiden Forschungsgebieten konzipiert: Herr Dr. Marco Hellmann bringt seine Expertise aus der Innovations- und Digitalisierungsforschung ein und hat Erfahrungen in der betrieblichen Implementation digitaler Anwendungen sowie innovativer Geschäftsmodelle. Dr. Jan Schlüter vermittelt sein Fachwissen der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung und besitzt Erfahrungen im gezielten Wissenschafts-Praxis-Transfer von Nachhaltigkeitsthemen. Sie verknüpfen ihre Perspektiven interdisziplinär und zeigen Theorien sowie Modelle auf, mit denen sich Studierende einen ganzheitlich nachhaltigen Forschungsansatz aneignen. Auf dieser Basis identifizieren die Studierenden konkrete ‚Nachhaltigkeitsinnovationen‘ und analysieren die ökonomischen, ökologischen und sozialen Implikationen dieser Innovationen.
Eine bunte Palette von Herausforderungen und Problemen kennzeichnet die aktuelle Lage in der sogenannten „Mensch-Tier-Gesellschaft“ – Was beobachten wir? Wie leben Tiere im Zoo? Welche Konflikte gibt es aktuell? Ungewöhnliche Wildtiere erobern die Stadt, Labortiere in Tierversuchen dienen der Gesundheit, anonyme Nutztiere sind Basis unserer Ernährung; zu Haustieren entwickeln wir ein ganz persönliches Verhältnis und manche Tiere setzen wir zudem bei der Psychotherapie menschlicher Verhaltensstörungen ein. Die Liste lässt sich fortsetzen, klar aber ist: Die einen Tiere lieben wir, die anderen Tiere töten wir. Dieses offenbar gespaltene Verhältnis zu Tieren in unserer Gesellschaft lässt viele ethische Fragen offen: Dürfen wir sie nutzen oder gar töten? Wenn ja, welche und wie? Haben Tiere ein Lebensrecht? Oder sollten wir höheren Tieren gar eine Art von Mitbestimmungsrecht einräumen, wie einige meinen?
Die von allen Teilnehmer*innen erarbeiteten Grundlagen werden in Referaten vorgestellt und in praktischen Übungen, z.B. Arbeitsgruppen, interaktiv diskutiert. Die Vorbesprechung dient der Vorstellung des Programmes, der Verteilung und Abstimmung der Referate bzw. der Arbeitsthemen.
Es findet eine Zooexkursion mit Führung zum Krefelder Zoo statt.
Klimawandel, Klimakrise, Nachhaltigkeit – diese Begriffe sind im (Universitäts-)Alltag allgegenwärtig. Worum geht es jedoch bei diesen Themen? Was macht eine Entwicklung nachhaltig? Das Grundlagenseminar des Zertifikats „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ beantwortet diese Fragen. Das Ergebnis ist eine Basis für den fundierten und strukturierten Umgang mit Themen, die den Studierenden im Nachhaltigkeitsdiskurs begegnen. Zur historischen Einordnung beginnt der Kurs mit den Meilensteinen der globalen Beschäftigung mit Klimawandel und Nachhaltigkeit. Neben der Präsentation und Diskussion grundlegender Konzepte, Theorien und Literatur werden auch Themen wie Klimafolgenanpassung, Verhaltensforschung und Klimakommunikation behandelt.
Social interactions are increasingly taking place through digital technology, transforming society at the level of individuals, groups and at a global scale. The recent developments in digital technologies provide both challenges and opportunities. Importantly, the societal consequences of digitalization are not inevitable: They can be shaped and regulated through interventions. In this course, we will discuss aspects of digital society based on four key themes:
Dualism: Digital technology can connect us, but it can also divide us.
Authority: How digital platforms influence traditional institutions and power structures.
Attention: Understanding this new currency of the digital economy.
Abundance: How digital environments differ from anything before.
The course contains the full diversity of research, not only in terms of theories, but also in terms of methods. Students learn that they can use different research methods to study the same issues, and they learn to identify the unique strengths and disadvantages of these approaches. In this way, the course prepares students for mixed methods research.
Registration
Interested students can send an e-mail to shortmobility@vu.nl and will then receive the online application form. Please make sure to finalise your registration before 14 October 2025. Please reach out to the Aurora representatives at your home university to discuss the possibilities for funding.
Practicalities
Aurora students can attend this course fully online.
The detailed schedule for the course can be found here.
Aurora students that will connect online are required to use their webcams to ensure an engaging interaction. If you cannot comply with this requirement, you cannot be admitted to the course and if you not comply, you cannot be awarded your ECTS.
Aurora students will be offered specific online Q&A and engagement moments that are obliged to be attended.
Upon successful completion of the course you will be awarded a digital Microcredential.
Are you ready to meet the sustainability challenges that Europe will face in the 21st century? In „Challenges in Europe,” students select from a range of topics, each of them linked to a specific Sustainable Development Goal (SDG), to examine case studies with 4–5 fellow students from different Aurora universities and to develop their own research project under the supervision of an instructor. Students and instructors will then meet up physically for a conference in Amsterdam from June 3–June 5, 2026, to present their ideas for a more sustainable Europe.
Depending on the topic they have chosen, students can identify relevant theoretical models of and explain multiple different viewpoints on the challenge at hand. Students can list potential solutions to the challenge at hand and explain their advantages and disadvantages compared to other solutions. Students can discuss these findings in the shape of an oral presentation and a research paper.
Available Tracks 2025–2026:
SUSTAINABLE TOURISM: After an introduction to tourism, this track explores sustainability through the lens of theme parks. Topics include resource and climate efficiency, employee health and safety, and the practices that make tourism more sustainable.
THE NEW EUROPEAN CITY: Students examine existing or imagined cities through contrasting categories (e.g., public/private, nature/technology). Each team selects a city and a dichotomy to analyze critically using texts and photographs.
BEYOND NATURE/CULTURE: This track will use non-anthropocentric and ecofeminist perspectives to study places, people, and the self. We explore embodied writing, other-than human agencies, naturcultural spiritualities, and shepherdesses’ uses of communication.
This class will allow students to improve their Analysis, Intercultural Knowledge, and Written and Oral Communication competencies.
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